Siegerehrung Sterne des Sports 2014 VVB zeichnet insgesamt 30 Vereine mit dem ‚Oscar des Breitensports’ aus


Obertshausen: Es war wie immer ein bisschen wie bei der Oscar-Verleihung. Alle Bewerber waren vor Ort, aber niemand wusste, wer am Ende oben stand. Und so waren die Vertreter des Boxclubs Nordend aus Offenbach völlig baff, als sie am vergangenen Donnertstagabend den Siegerscheck über 2.500 Euro und den großen bronzenen Stern in Empfang nehmen durften.
Von April bis Anfang Juli hatte die Vereinigte Volksbank Maingau (VVB) in Kooperation mit den Sportkreisen Offenbach, Darmstadt-Dieburg und den Verwaltungen die Sportvereine in der Region aufgefordert, sich für die „Sterne des Sports“ zu bewerben und ihre gesellschaftlichen Verdienste und die ihrer ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in den Mittelpunkt zu stellen. Dabei geht es nicht um „höher, schneller, weiter“, sondern um Werte wie Fairness, Toleranz und Verantwortung.
30 Vereine hatten sich daraufhin mit ihren Maßnahmen beworben und der Jury gestellt, die sich aus Vertretern der Presse, der Sportkreise, –verwaltungen und Aktiven zusammengesetzt hat. Jetzt fand im feierlichen Rahmen in der VVB-Hauptstelle die Siegerehrung statt. Michael Mengler, Vorstandssprecher der VVB, war beeindruckt vom Engagement und dem Leistungsspektrum der Vereine: „Die Sportvereine sind eine unverzichtbare Stütze der Gesellschaft, die neben dem Sport auch soziale Kontakte und aktives Zusammenwirken bieten. Ich kann nur sagen, Hut ab vor diesen tollen Projekten.“
Folglich hatte es die VVB-Jury nicht leicht, den „Großen Stern des Sports in Bronze " aus den Bewerbern zu ermitteln. Jedes Projekt ist auf seine eigene Art und Weise besonders und förderungswürdig. Doch der erste Sieger seht eindeutig fest, es ist der Boxclub Nordend aus Offenbach. Er erhielt von der Ersten Kreisbeigeordneten Claudia Jäger den „Großen Stern des Sports in Bronze“ und als Preisgeld 2.500 Euro von der VVB für sein Projekt aus dem Bereich Gewaltprävention.
Den Platz zwei belegten mit gleicher Punktzahl die Sportvereinigung 1879 Hainstadt mit ihrem Projekt ‚Kinderturnen’ und der Verein für Fitness und Schwimmsport in Rödermark.  Das Projekt heißt hier ‚Frauen auf die Trainerbank’ und kommt aus dem Arbeitsfeld Gleichstellung von Männern und Frauen. Den dritten Platz sicherte sich der Turnverein 1873 Hausen mit seiner Sturzprophylaxe für Ältere. Auch diese Siegervereine erhielten „Sterne des Sports“ in Bronze und ein Preisgeld von 1.500 Euro und 1.000 Euro. Alle weiteren Vereine wurden ebenfalls für ihr besonderes gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet - ideell und materiell.
Sterne des Sports in Bronze samt finanzieller Unterstützung gingen an: R.V. Germania 1911 Jügesheim, TSG 1847 Offenbach-Bürgel, TGM SV Jügesheim, Turngesellschaft 1895 Jügesheim, TTC Seligenstadt, Dance Company Dieburg, Verein für Reitsport und Therapeutisches Reiten Rödermark, Turnerschaft Ober-Roden, Offenbacher Ruderverein 1874, Kultur- und Sportverein 1888 Urberach, Turnerschaft 1882 Klein-Krotzenburg, Sportvereinigung Weiskirchen 1893, Tandemclub Offenbach für Blinde, Sehbehinderte und Ihre Freunde, Turngesellschaft 1897 Hausen, Schützengemeinschaft Mühlheim-Dietesheim 1951, 1. Karate Dojo Obertshausen, Schützenverein Waidmannsheil 1926 Münster, MTV Urberach, Verein für Turnen & Fastnacht Freundeskreis 2012 Rodgau, Turngemeinde 08 Ober-Roden, Sportgemeinschaft 1945  Rodgau. Anerkennungsurkunden und Geldpreise erhielten der Verein Radsport Münster, DJK Blau-Weiß Münster, Turngemeinde Lämmerspiel, Turngemeinde 1860 Obertshausen, TSV 1909 Langstadt.

Die Abordnung der Schützengemeinschaft: Ulrike Schwarz, Katrin Karau und Thomas Baier (v.l.n.r)


Die „Sterne des Sports“ haben sich seit ihrer Premiere im Jahr 2004 zu Deutschlands wichtigstem Breitensportwettbewerb entwickelt. Die Volksbanken Raiffeisenbanken und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zeichnen dabei gemeinsam Sportvereine für ihr soziales Engagement mit diesem ‚Oscar des Breitensports’ aus. Rund drei Millionen Euro Preisgelder sind bei den Sternen in den vergangenen Jahren geflossen.
Der Wettbewerb geht über drei Ebenen: Zuerst kürt die VVB ihre lokalen Sieger mit dem großen Bronzestern an der Spitze. Aus allen Bronzegewinnern werden dann auf Ebene der regionalen Genossenschaftsverbände der Volksbanken Raiffeisenbanken die Landessieger ausgewählt. Sie werden mit den "Sternen des Sports" in Silber ausgezeichnet. Und genau hier war die Überraschung dann noch größer. Denn auch auf der Landesebene gewann der Boxclub einen kleinen Silberstern. Einziger Wermutstropfen: Nur der Gewinner des großen Silbersterns ist qualifiziert für das Bundesfinale der "Sterne des Sports" in Gold, das in Berlin stattfindet.
Nach der überaus erfreulichen Resonanz lade man die Vereine auch in diesem Jahr wieder zur Teilnahme am Wettbewerb ein, so Michael Mengler und VVB-Pressesprecher Udo Heberer zum Schluss der Veranstaltung. Über den Beginn der neuen Ausschreibung 2014 werden wir berichten.